Le Partage des eaux von Tristan Murail veranschaulicht den Einsatz von Klangmodellen als Mittel zur Befreiung der musikalischen Vorstellungskraft und zur Neudefinition des Orchestersatzes. Ausgehend von Naturklängen wie den Wellen des Ozeans gestaltet Murail das Werk mithilfe spektraler Techniken, instrumentaler additiver Synthese sowie technologischer Verfahren der Klanganalyse. Die Komposition markiert den Übergang von einem prozessbasierten Formalismus zu vielschichtigen, imaginativen Strukturen, in denen akustische und synthetische Elemente miteinander verschmelzen. Der Beitrag untersucht die Entwicklung von Murails Orchestrierung, die Verbindung metaphorischer und wissenschaftlicher Modelle sowie die Rolle der Wahrnehmung bei der Gestaltung von Form, Klangfarbe und klanglicher Identität im Kontext der Spektralmusik.

Instrumentale Synthese und Orchestrierungsanalyse in Le Partage des eaux von Tristan Murail

Ingrid Pustijanac
2025-01-01

Abstract

Le Partage des eaux von Tristan Murail veranschaulicht den Einsatz von Klangmodellen als Mittel zur Befreiung der musikalischen Vorstellungskraft und zur Neudefinition des Orchestersatzes. Ausgehend von Naturklängen wie den Wellen des Ozeans gestaltet Murail das Werk mithilfe spektraler Techniken, instrumentaler additiver Synthese sowie technologischer Verfahren der Klanganalyse. Die Komposition markiert den Übergang von einem prozessbasierten Formalismus zu vielschichtigen, imaginativen Strukturen, in denen akustische und synthetische Elemente miteinander verschmelzen. Der Beitrag untersucht die Entwicklung von Murails Orchestrierung, die Verbindung metaphorischer und wissenschaftlicher Modelle sowie die Rolle der Wahrnehmung bei der Gestaltung von Form, Klangfarbe und klanglicher Identität im Kontext der Spektralmusik.
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